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Die Historie der Kottenheimer Karnevalsgesellschaft

"Fasenacht be ümme, für Kotteme un Frümme"

Die "fünfte" Jahreszeit hat Tradition in Kottenheim. Seit der Session 2013/2014 ist es 100 Jahre her, dass einige Narren im "Ale Haff" bei einer Flasche Apfelwein und zwei "Döppe Schmant" die Karnevalsgesellschaft "Närrische Brüder" ins Leben riefen.

Bereits im Februar 1913 veranstalteten sie unter Präsident Josef Hoffmann einen ersten Fastnachtszug, dessen Ausmaße mit zwei Wagen, einem Eselreiter und drei berittenen Narren noch etwas bescheidener waren, als heute. Die "Närrischen Brüder" beschlossen damals nicht mehr als 31 Mitglieder aufzunehmen. Damit hatten sie jedoch das Kottenheimer Narrenpotential beträchtlich unterschätzt.

Die Folge: Der Casinoclub "Jovialität" hob Anfang 1914 die "Grosse Kottenheimer Karnevalsgesellschaft", fortan als "GroKa" bekannt, aus der Taufe.
Erster Präsident war Rudolf Weiler. Der Rosenmontagszug 1914 wurde bereits mit dem Attribut "prachtvoll" versehen. Selbst ein Prinz war schon mit von der Partie: Gastwirt Josef Dietrich.

Nach vielen karnevalistisch wenig ereignisreichen Jahren, bedingt durch den 1. Weltkrieg und die Inflation, belebte sich der Karneval Anfang der 20er Jahre wieder. Vor allem waren es die damaligen Präsidenten Peter Lung und Peter Minkes, die für den Aufschwung sorgten. 1927 konnte mit Johann Beauboir der zweite Prinz gekürt werden.

Insgesamt standen bis zur Jubiläumssession mehr als 70 Prinzen, Prinzenpaare oder Prinzessinen an der Spitze der "Kotteme Fasenacht".

1935 wurde zwischen den beiden Gesellschaften ein "Friedensvertrag" geschlossen. Hiernach wurden von Jahr zu Jahr die närrischen Festlichkeiten gemeinsam festgelegt und der Prinz abwechselnd gestellt. 1938 und 1939 standen zwei Jubiläen an. Die beiden Karnevalsgesellschaften - "Närrische Brüder", mittlerweile unter der Führung von Josef Schild (Joschiko), die "Groka" mit Josef May (Jomako) an der Spitze - feierten ihren jeweiligen 25. Geburtstag.

Wiederum kamen Jahre des Krieges. Danach wurde aufs Neue begonnen. Erste "Gala Damensitzung" der "Groka" und "111 närrische Minuten Närrische Brüder" bildeten den Auftakt für den aus den Trümmern erstandenen Karneval.

Man hielt nun die Zeit für gekommen, die beiden Vereine zusammenzuschließen. Am Fastnachtdienstag 1948 kam es in der Gaststätte "Zur Post" zu der historischen Versammlung bei der die "Kottenheimer Karnevalsgesellschaft 1913/14" entstand.
Mit im Boot war damals noch die Möhnengesellschaft 1938, die jedoch 1949 wieder Ihre Selbstständigkeit erlangt.

Erster Vorsitzender wurde Josef May. Elferratsppräsident wurde Josef Schild. 1949 erlebte Kottenheim den ersten Nachkriegsrosenmontagszug.

Unter Leitung des Vorsitzenden Franz Schmitt von 1956-1964 und unter Elferratspräsident Paul Eultgen 1958/59, Elferratspräsident Karl Mürlebach 1960-1976, dem 1. Vorsitzenden Josef Eich 1964-1981, Elferratspräsident Helmut Kollig 1977-1988 ging es mit der Fasenacht in Kottenheim steil bergauf.

Auch bei dem 1952 gegründeten "Kröbbelchesfest" war die KKG mit an erster Stelle immer wieder dabei und setzte wesentliche Impulse, bei dem inzwischen weit über den heimischen Raum hinaus bekannten Heimatfest.

Das Programm der Sitzungen steigerte sich von Jahr zu Jahr, ebenso das Gesamtbild der Rosenmontagszüge.

Auf die Prinzengarde, füher eine lose Formation mit jährlichem Wechsel der Aktiven, entwickelte sich zu einer festen Größe im Kotteme Karneval. Heute stehen über 40 aktive Gardisten und Gardistinnen unter dem Kommando von Feldmarschall Norbert Eich.

1974 konnte die KKG erstmalig die neu erbaute Turnhalle für die Damensitzungen nutzen. Gleichzeitig konnte das Jugendheim von der Pfarrgemeinde gemietet werden. Es wurde bis heute mit viel Eigenleistung und finanziellem Aufwand durch die Aktiven zum Mittelpunkt des Vereinslebens ausgebaut. Ein Höhepunkt der Vereinsgeschichte war 1978 die Aufnahme der Damensitzungen durch den SWR. Darüber hinaus haben zwischenzeitlich mehrere Sender Fernsehaufzeichnungen und Rundfunkberichte über die "Kotteme Fasenacht" gesendet.

Beim Jubiläum zum 75jähringen Bestehen der KKG wurden die ehemaligen Elferratspräsidenten Paul Eultgen, Karl Mürlebach, Helmut Kollig und der ehemalige Vizepräsident des Elferrates, Günter Kugel, zu Ehrenpräsidenten ernannt.

Der Bau des Bürgerhauses durch die Gemeinde Kottenheim, verschaffte der KKG neue Möglichkeiten zur optimalen Durchführung ihrer Saalveranstaltungen. Der Besucherandrang stieg weiter an. Inzwischen wurden 8 Damensitzungen mit über 5.000 Gästen veranstaltet. Besucher aus dem gesamten rheinischen Raum und darüber hinaus strömen seit Jahren zu den Sitzungen.
Das gesamte Programm wird von eigenen Kräften bestritten. Stolz ist man darauf, dass die gesamte musikalische Untermalung live gespielt wird. Über 160 Akteure, darunter 53 Jugendliche, 66 Servicepersonen,6 Techniker und 10 Musiker ziehen hierbei alle an einem Strang.

Mit ihren Sitzungen und den dabei in den verschiedenen Gruppen, insbesondere Tanzgruppen, aktiven Jugendliche leistet die KKG auch einen wertvollen Beitrag zur Jugendarbeit.

Durch das neue Bürgerhaus haben auch die Kostümbälle eine neue Renaissance erlebt. High Light ist hierbei die "Rot-Weiß-Blaue-Nacht" der Prinzengarde jeweils am Fastnachtsamstag mit einem großen Showprogramm. Zählt man die Besucher aller Saalveranstaltungen zusammen, so kommt man auf die Zahl von über 10.000 närrischen Gästen.

Höhepunkt des Strassenkarnevals ist der Rosenmontagzug der als absoluter Glanzpunkt der Kotteme Fasenacht gilt.

Vor jährlich steigender Besucherzahl schlängelt sich dann ein närrischer Lindwurm durch die Straßen von Kottenheim, der immer wieder die Bewunderung der närrischen Besucher erfährt. Seien es die prunkvoll und künstlerisch gestalteten Wagen, die Fußgruppen und zackigen Garden, dazu die musikalische Untermalung, sie alle ergeben ein herrliches Gesamtbild.

Damit dieses in Zukunft weiter erhalten werden kann, hat die KKG nach jahrelanger Planung im Jahre 2004 eine Wagenbauerhalle im neuen Gewerbegebiet in Kottenheim errichtet. Hier gilt der besondere Dank an die Gemeinde Kottenheim, die das Grundstück der KKG zur Verfügung stellte und die vielen Sponsoren, die das Projekt durch Geld- und Sachspenden unterstützten.
Ein herzlicher Dank gilt den Mitgliedern und Aktiven, die durch aktive Arbeitsleistung die Fertigstellung der Halle unterstützen. Der Bau der Halle hat der ?Kotteme Faseacht?, insbesondere beim Wagenbau und der Gestaltung des Rosenmontagszuges, weitere Impulse gegeben.

Eine närrische Tradition ist es inzwischen in Kottenheim, an verdiente Personen die die Kotteme Fasenacht unterstützt und gefördert haben, die Ehrenmütze der KKG zu verleihen.

Bisherige Träger sind:
- Rudolf Weiler (+)
- Toni Schüller (Ortsbürgermeister a.D.)
- Heinz Otto Bähren (+)
- Rolf Franzen (+)
- Albert Berg-Winters (Landrat a.D.)
- Dr. Alexander Saftig (Landrat)
- Toni Becker
- Helmut Lung
- Benedikt Schäfer
- Herman Nauert
- Ulrike Nauert

Das die Karnevalisten nicht nur feiern, sondern auch an ihre Mitmenschen denken, kann man daran sehen, dass die KKG sich immer wieder an Gemeinschaftsaktionen beteiligt hat und Spenden zur Verfügung stellt, die den sozialen, kirchlichen und kulturellen Bereich in der Gemeinde Kottenheim und darüber hinaus unterstützen.

Von 1988-2000 stand Karl Gautsche dem närrischen Elferrat als Präsident vor. Mit seinem Ausscheiden wurde er zum Ehrenpräsidenten der KKG ernannt. Sein Nachfolger ab 2000 wurde Rudolf Weiler als Elferratspräsident des närrischen Rates.

Mit jugendlichem Elan und einem aus alten Routiniers und neuen jungen Kräften bestehendem Vorstand, leitet Jürgen Krämer von 2002 bis 2006 die Geschicke der KKG.
Nachfolger im Amt seit 2006 und derzeit Vorsitzender der KKG ist Marc Bell-Schäfgen.

Ein einmaliger Höhepunkt der Vereinsgeschichte der KKG und darüber hinaus für die Gemeinde Kottenheim, war der RKK-Tag des Regionalverbandes Rheinischer Korporationen e.V. im Juni 2007. Kottenheim war damals das "Herz des Karnevals". Mehr als 5.000 Aktive mit 40 Musikkapellen gestalteten den riesigen Festzug als Höhepunkt der dreitätigen Feierlichkeiten. Viele tausende Gäste und Ministerpräsident Kurt Beck als Schirmherr des RKK-Tages, waren zu Gast in Kottenheim und zeigten sich begeistert.

Mit heute über 450 Mitgliedern, davon vielen Jugendlichen, sieht sich die KKG gut gerüstet für die Zukunft.